DIE FINALS sind ein jährlich stattfindendes Multisportevent, bei dem zahlreiche Sportarten zeitgleich an verschiedenen Orten innerhalb einer Region ihre deutschen Meisterschaften austragen. Seit 2019 setzt die DIE FINALS GmbH die Idee der öffentlich-rechtlichen TV-Sender (ARD und ZDF) um. Im Kern verfolgt das Gespann aus privater Veranstaltungsfirma und Fernsehen das Ziel, olympische und nicht-olympische Sportarten sichtbarer zu machen. Eine der beteiligten und nutznießenden Sportarten ist auch der Triathlon. Bereits 2019 konnten wir als Team Teil der Veranstaltung sein und am damaligen Veranstaltungsort, dem Berliner Wannsee, unsere erste Bundesligaerfahrung sammeln. Eingebettet in das Format der Deutschen Meisterschaft im Sprinttriathlon ist auch ein Wertungsrennen der Triathlonbundesliga. Am vergangenen Sonntag hatte das Event seine sechste Auflage und somit ging es für die Triathlonbundesliga ans Steinhuder Meer bei Hannover.

Zur internationalen Deutschen Meisterschaft und dem damit dritten Rennen der Triathlonbundesliga-Saison 2026 schickte unser sportlicher Leiter Tom Eismann fünf erstligaerprobte Jungs. Mit Platz drei aus dem Tübinger Bundesligarennen im Gepäck durften erneut wieder Alexander Kull, Theo Sonnenberg und Stig Rudolph starten. Ergänzt wurde das Trio um den Weimarer Leon Fischer und Phil Pfeifer. Letzterer gestand vor seinem ersten Einsatz bei den Finals:

"Vor dem Rennen hat sich alles relativ üblich angefühlt, es war eine übliche Anspannung. Ich war etwas müde. Ich habe mir aber vor dem Rennen schon gedacht, wenn ich beim schwimmen etwas Glück habe, dann kann das auch ein sehr gutes Rennen werden. Wir haben uns am Ende spontan eine andere Startposition ausgesucht, weil wir erkannt haben, dass ganz links die starken Schwimmer standen. Das hat sich für mich ausgezahlt."

Die Wahl der Startposition ging nicht für alle Teammitglieder auf. Während Phil schnell die richtigen Meter machen konnte, gerieten Stig, Theo und Leon ins Gedränge. Einzig Alex konnte nach wenigen Metern des Freischwimmens schnelle Füße erwischen und den Zug nach vorn mitnehmen. Mit einem herausragenden Schwimmen und dem erhofften Glück, schaffte unser Jüngster tatsächlich den Sprung in die erste Radgruppe. Alex verpasste diese nur knapp.

„Ich hatte dann Valentin Wernz (redak. Anmerkung:.Sieger von Tübingen) und Fabian Kraft bei mir in der 2. Radgruppe sitzen. Da dachte ich, dass ist der Zug nach vorn. Dem war dann wohl doch nicht so, denn wir haben konsequent nach vorn verloren. Ich hatte gute Beine und habe versucht mich in der Nachführarbeit zu beteiligen. Hier und da passierten dann aber auch Stürze durch die aufkommende Nässe und so wurden wir immer wieder aus dem Rhythmus gebracht" resümierte Alex nach dem Rennen.

Während er jedoch sicher in der 2. Radgruppe saß und um jede Sekunde kämpfte, entging Phil nur knapp einem schweren Radsturz. Basile Fouchard vom Vorjahresmeister Metallart-Team AST Süßen stürzte unmittelbar vor ihm und musste im Nachgang mit dem Rettungswagen ins nächstgelegen Krankenhaus gebracht werden. Dem Sportler wünschen wir an dieser Stelle noch eine gute Genesung. Leon hingegen arbeitete sich nach einem durchwachsenen Schwimmen weiter nach vorn, sammelte erst Theos kleine Radgruppe ein und schloss mit ihm gemeinsam auf die dritte Radgruppe auf, in der auch Stig seine Position gefunden hatte.

„Leider hatte ich durch das Schwimmen den Anschluss nach vorn verloren. Wir haben dann schnell den Kontakt zur dritten Radgruppe in der sich auch Stig befand geschlossen. In Runde drei von vier  fing es dann leider an zu regnen und ich dachte mir schon, in der einen Spitzkehre muss ich besonders aufpassen! Und dann musste es passieren, wie es passieren musste. Im Antritt rutschte mir dann das Hinterrad weg, hab die Balance verloren und dann lag ich erstmal. Dann hatte ich wieder acht Sekunden auf die Gruppe und konnte den Anschluss allein auch nicht wieder herstellen" stellte Leon leicht zerknirscht nach dem Rennen fest.

Als eher laufstarke Mannschaft hatten sich unsere Jungs jedoch zu keinem Zeitpunkt im Rennen aufgegeben. Mit seinen erst 18 Jahren behauptete sich Phil im Wechsel und ging mit den schnellsten Sprinttriathleten Deutschlands auf die Laufstrecke. Seine Hoffnung, dass es bei einem guten Schwimmen auch ein sehr gutes Rennen werden könnte, sollte sich mehr und mehr bewahrheiten. Alex und Theo hingegen kämpften mit Seitenstichen:

"Eigentlich wollte ich erstmal kontrollierter loslaufen, um meinen Rhythmus zu finden. Das hat leider nicht geklappt und dann kamen noch Seitenstiche dazu. So habe ich leider Platz um Platz verloren. Dadurch dass ich meine Badekappe in Phils statt in meine Box geworfen habe, hatte ich dann noch eine 10Sekunden Zeitstrafe abzusitzen" verriet Alex und hatte sich insgeheim einen anderen Rennverlauf gewünscht.

Stig bestätigte seine aufsteigende Laufform und konnte mit 15:52min auf die abschließenden 5km noch ein paar Plätze nach vorn gut machen. Leon erwischte trotz Sturz ebenfalls gute Laufbeine, war jedoch durch seinen Sturz soweit abgeschlagen, dass er nicht mehr gewinnbringend in das Rengeschehen eingreifen konnte. So liefen unsere Jungs zu den Plätzen 18 (Phil Pfeifer), 28 (Alexander Kull), 36 (Theo Sonnenberg), 41 (Stig Rudolph) und 58 (Leon Fischer). Die vier Schnellsten unserer Mannschaften erreichten damit die Platzziffer 123, was für den 5. Platz im Teamklassement reichen sollte. Durch diesen Erfolg rutschte das TEAM WEIMARER INGENIEURE in der Tabelle von zuvor Platz 7 auf Platz 5 und bestätigte den aktuellen Aufwärtstrend. Steinhude hat nicht enttäuscht so gab auch Phil nach seinem herausragenden Auftritt zu:

„Am Ende bin ich auch etwas überrascht, ich dachte hier wäre nicht viel los, aber in Steinhude war trotz der Lage gut was los und es waren viele Zuschauer an der Strecke, die ordentlich Stimmung gemacht haben.“

Unter den vielen Zuschauern befanden sich auch einige mitgereiste Fans aus Weimar, die unsere Jungs immer wieder nach vorn peitschten. Trotz des durchwachsenen Rennens und den vielen Stürzen zeigte sich auch unser sportlicher Leiter Tom Eismann zufrieden und blickte mit Zuversicht auf die kommenden drei Wochen. Diese werden jetzt noch einmal für einzelne Trainingsakzente genutzt, um dann, im vorletzten Saisonrennen, noch einmal abzuliefern. Er ordnete das Rennen am Steinhuder Meer wie folgt ein:

„Für mich persönlich ist es nach wie vor so, dass ich denke, an guten Tagen wie letzte oder diese Woche, ist es möglich so gute Ergebnisse zu schaffen. (…) Als selbstverständlich nehmen wir diese Ergebnisse nicht, weil auch das Rennen heute zeigt, wenn man nicht 100% auf der Höhe ist, ist man sehr schnell wieder in einem Tabellenbereich, in dem man nicht unbedingt sein möchte.“

Mit einem Happy End für das Team Weimarer Ingenieure und die mitgereisten Fans geht es aus Steinhude am 21.08. zum nächsten Erstligarennen ins Allgäu. Zudem wird der Formaufbau auch für das nächste anstehende Zweitligarennen in Grimma (23.08.) von Vorteil sein. Dann werden unsere Jungs erneut alle Kräfte bündeln und versuchen, den 5. Tabellenplatz in der 1. Triathlonbundesliga sowie die Tabellenspitze in der 2. Triathlonbundesliga Nord zu verteidigen.

 
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Ergebnisse Mannschaft
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